Mare Nostrum... - Mittelmeerfauna 2016

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Mare Nostrum...



Mare Nostrum – die politsche Ansicht eines Meeres

Die alten Römer bezeichneten das Mittelmeer als „Mare Nostrum“ („Unser Meer“). Man könnte das als Anmaßung verstehen, und genau das war es auch. Doch Hochmut kommt vor dem Fall; und wie es mit dem römischen Reich zu Ende ging, dürfte wohl bekannt sein. Und heute, mehr als 1500 Jahre nach dem Untergang des Römischen Imperiums? Nun, man hat den Eindruck, dass die Europäische Union dem gleichen Hochmut erlegen ist. Wie immer geht es dabei um Geld: Da sind zum einen wichtige Handels- und Schifffahrtsrouten, welche Dank des Suez-Kanales die Schiffswege um den Globus dramatisch verkürzt haben. Denn billige Waren aus Übersee wollen alle europäischen Staaten natürlich immer gerne importieren. Und andererseits kann man so natürlich auch Unmengen an anderen Wirtschaftsgütern kostengünstig exportieren, wie beispielsweise Panzer und Waffen für die arabischen Staaten am Persischen Golf. Was man aber selbstverständlich nicht möchte ist, die Verlierer der so geschürten und beförderten kriegerischen und wirtschaftlichen Konflikte aus arabischen und afrikanischen Ländern über das Mittelmeer in die „friedliebenden“ Länder der Europäischen Union einzulassen. Denn diese Menschen haben ja nicht unseren Bildungsstandard und kosten die Staatengemeinschaft der europäischen Union Milliarden von Euro. Es ist schon schizophren: Auf der einen Seite versuchen sich unsere Politiker als „Friedensapostel“ darzustellen, auf der anderen Seit wird an bewaffneten Konflikten das meiste Geld verdient. Trauriger weise ist die Bundesrepublik Deutschland gleich nach den USA, China und Russland der viertgrößte Rüstungslieferant der Welt. Wundert einen da noch irgendetwas? Fuhr man früher gerne zum „Tiere suchen“ in mediterrane Länder wie etwa Griechenland oder Italien, so muss man sich heute fragen, ob man dort noch guten Gewissens seinen Urlaub verbringen kann, wenn sich dort wie etwa auf den Kykladen oder auf dem italienischen Lampedusa die unerwünschten Flüchtlingsströme aus dem Süden und dem mittleren Osten stapeln? Und auch die Türkei war und ist wegen der Menschenrechtslage ein inakzeptables Urlaubsland. Man mache sich bitte vor der Buchung eines Urlaubes klar, dass die im Urlaubsland ausgegebenen Devisen leider immer die dortigen oft nur pseudodemokratischen Regime stützen könnten. Als ehrliche, fleißige und rechtschaffene Bürger der Europäischen Union sollten wir hier ein Zeichen setzen. Daher sollten wir unseren Urlaub bitte nur(!) in Ländern buchen, wo unser Geld auch bei den Einheimischen tatsächlich ankommt, und wo Meinungs- und Pressefreiheit keine Fremdworte im Vokabular der Regierenden sind. Denn der Verlust von Devisen aus dem Tourismusgeschäft trifft diese sehr viel härter, als dieses Sanktionen der Europäischen Union jemals tun werden. Setzen auch Sie ein Zeichen!            

 
 
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