Schnecken - Mittelmeerfauna 2016

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Schnecken



Schnecken aus dem Mittelmeer

Tarentinisches Bündelhorn Monoplex parthenopeus
(Salis Marschlins, 1793)

Diese Schnecke erwies sich im Aquarium als sehr friedlich, denn hier weidete sie nur dünne Algenfilme ab. Sie bevorzugt etwas größere Tiefen, weshalb man sie im Flachwasserbereich kaum finden kann. Sie wird recht groß, weshalb sie auch entsprechend große Weideflächen benötigt. Eine Endgröße von mindestens 10 Zentimetern ist dabei nicht ungewöhnlich. Anfänglich war diese Schnecke mit einer borstigen haarigen Haut und allerlei Aufwuchs überzogen, was sich jedoch nach wenigen Monaten komplett ablöste. Das Besondere ist, dass diese Schnecke nicht nur Aquarienscheiben komplett reinigt, sondern auch außerhalb des Wasser die Innenseite der Deckscheiben ablutscht. Einen besseren Scheibenreiniger als diese Schnecke kann man kaum haben, außerdem ist die Art auch noch langlebig, denn ich habe sie nun schon länger als ein Jahr.  

Herkuleskeule, Bolinus brandaris (Linnaeus, 1758)

Die Herkuleskeule ist eine hervorragende Schnecke für Fischbecken, denn sie vertilgt unermüdlich Futterreste. Sie erreicht etwa 8 Zentimeter Gesamtlänge. Allerdings ist sie eine Raubschnecke, die vor allem sessilen Wirbellosen oder anderen Weichtieren wie etwa Muscheln und Napfschnecken den Garaus macht. Ob sie sich als Jungtier vegetarisch ernährt ist leider nicht ganz klar. Die Herkuleskeule gehört zur Familie der Purpurschnecken, Superfamilie Muricoidea, und wurde in der Vergangenheit auch selbst als Lieferantin des seltenen Purpurfarbstoffes genutzt. Um 1g Farbstoff zu gewinnen benötigt man jedoch mehrere Tausend Schnecken, woraus sich auch die Hochpreisigkeit von Purpurgewändern erklären lässt. Daher waren diese zunächst den römischen Kaisern und später dann den kirchlichen Würdenträgern vorbehalten. Allerdings hatten diese Kleidungsstücke einen unverwechselbaren penetranten Geruch, woher sich mit großer Sicherheit das Sprichwort "Pecunia non olet" (=Geld stinkt nicht) ableitet.

 
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