Zackenbarsche - Mittelmeerfauna 2016

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Zackenbarsche



Zackenbarsche (Serranidae)

Zackenbarsche
sind zwar Raubfische, aber von einem sehr ruhigen Temperament. Bei guter Fütterung kann es sogar vorkommen, dass sie im selben Aquarium lebende Felsengarnelen gar nicht beachten. Sie sind als langsame Lauerräuber echte Enegiesparer, die ihr Jagdrevier stets im Blick behalten. Fische ähnlicher Größe beachten sie gar nicht, aber wehe, falls sie es bemerkt haben, dass ein anderer Fisch nicht fit ist. Dann erfolgt die Attacke schneller als man zusehen kann!

Den Sägebarsch Serranus cabrilla findet man an den nordafrikanischen Küsten des Atlantiks, den spanischen und französischen Küsten des Atlantiks bis zum Ärmelkanal, im gesamten Mittelmeer und im westlichen Schwarzen Meer. Jungtiere kann man bereits im Flachwasser von wenigen Metern Tiefe antreffen, die Art kann aber auch bis in mindestens 600 Meter Tiefe vordringen. Schriftbarsche können maximal etwa 40 Zentimeter Länge erreichen und sind somit auch als Speisefische geeignet. Wie der nahe verwandte Schriftbarsch Serranus scriba können auch sie gelegentlich in Form von erheblich kleineren Exemplaren als Beifang zwischen andere kommerziell gefangene Fische geraten. Jungfische sind anders gefärbt als adulte Exemplare, denn sie weisen zwei parallele schwarze Streifen auf jeder Körperseite auf, während adulte Tiere stets diverse vertikale Balken auf den Flanken haben. Darüber hinaus nimmt der Sägebarsch beim Schlafen während seiner Ruhephase eine marmorierte Körperzeichnung an. Die Jungtiere des Sägebarsches trifft man meist in Höhlen oder unter Überhängen an, während die adulten Tiere als Einzelgänger leben und Reviere in felsigen Habitaten besetzen. Nur selten kann man sie in der Nähe von Seegraswiesen antreffen. In größeren Tiefen halten sich diese Barsche auch über offenem Grund auf, weshalb sie hier auch dem kommerziellen Fischfang ins Netz gehen können. Im Aquarium sind diese Fische gut haltbar, wobei sie ein eher ruhiges Temperament an den Tag legen und sich einen geschützten Platz suchen, von dem aus sie ihr Revier überwachen. Auch ist ihr Verhalten eher scheu und nicht aggressiv.

Man findet den Riesenzackenbarsch Epinephelus marginatus im Ostatlantik inklusive des gesamten Mittelmeeres, sowie im Südatlantik bis Südafrika. Auch ist er bekannt aus dem Indischen Ozean von Südafrika bis Mozambik und Madagaskar. Darüber hinaus bekannt vom Golf von Oman und La Reunion. Des Weiteren ist dieser Fisch aus dem Südwestatlantik bekannt von den südöstlichen Küsten Brasiliens, den Küsten Uruguays und Argentiniens. Einzelne Exemplare wurden auch im Ärmelkanal und bei den südlichen britischen Inseln angetroffen. Dabei kann man Jungtiere bereits im Flachwasser und adulte Exemplare bis in etwa 200 Meter Tiefe antreffen. Der Riesenzackenbarsch trägt seinen deutschen Namen völlig zu Recht, denn eine Endgröße von bis zu 150 Zentimetern und ein Gewicht von bis zu 60 Kilogramm gelten offiziell als belegt. Solche großen Zackenbarsche ernähren sich von Krebstieren und Kopffüßern, wobei insbesondere der Gemeine Krake Octopus vulgaris auf ihrem Speiseplan steht. Darüber hinaus bevorzugen adulte Exemplare diverse kleinere Fische als Beute. Als Habitat bevorzugt der Riesenzackenbarsch felsige Untergründe, Höhlen und vor allem Wracks!  Riesenzackenbarsche sind  ausgezeichnet in großen Schauaquarien haltbar. Die Tiere gehen an jegliches Futter wie Krebsfleisch, Fischstückchen, Tintenfisch und ähnliches. Sie gelten als robuste und unempfindliche Fische, die auch Verletzungen relativ gut wegstecken können. Sie können sehr gut mit anderen großen Fischen wie etwa Muränen, Haien und Rochen vergesellschaftet werden, die nicht in ihr Beutespektrum passen. Da die Art territorial ist, sollte sie besser einzeln gehalten werden.

 
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